10.05.2008 Iron Man
Mr. Stark, you've been called the Da Vinci of our time; what do you say to that?
Absolutely ridiculous, I don't paint.
What do you say to your other nickname, the 'Merchant of Death'?
That's not bad.
Iron Man war für mich lange Zeit die weichgespülte Variante eines Batman. Dank der wirklich gelungenen Verfilmung wurde ich nun aber eines Besseren belehrt.
John Favreau, der Regisseur, hat aus der Vorlage wirklich das Beste herausgeholt und es mit den mehr als guten Schauspielern nahezu perfekt umgesetzt. Inhaltlich hält sich der Film sehr nahe an der Vorlage und greift diverse Themenkreise davon auf.
Zur Story:
Playboy und Techwunderkind Tony Stark, entwickelt in Gefangenschaft afghanischer Terroristen eine mechanische Rüstung, dank der er überleben und aus der Gefangenschaft fliehen kann. In Freiheit und Sicherheit wieder angelangt, erkennt er die Fehler seiner Vergangenheit und beschließt dass seine Firma keine Waffen mehr herstellt. Die von ihm in Gefangenschaft gebaute Rüstung, entwickelt er weiter und plant sie zu seinem Werkzeug für eine bessere Welt zu machen. Sein Geschäftspartner stellt sich dieser Entwicklung „seiner“ Firma jedoch entgegen, und so kommt es zu einem Showdown der beiden in ihren Kampfrüstungen.
Kommentar:
I should be dead already... It must be for a reason... I just finally know... what I have to do...
Soweit die Handlung im Schnelldurchlauf. Was man hieraus nicht erkennen kann, ist die Tiefe mancher Charaktere und die Liebe des Regisseurs zur Entwicklung dieser. Hier liegt ja oft die Krux vieler Comicverfilmungen, dass sie platte Charaktere ohne Tiefe gegen Bedrohungen antreten lassen die keine Ausstrahlung haben.
Favreau versteht es, Robert Downey Jr. – der die perfekte Besetzung für diese Rolle ist – Zeit zu geben, sich vom Playboy ohne Skrupel zu Tony Stark dem Iron Man zu entwickeln. Die Wandlung seiner Rolle und seiner Ideale wirkt nicht aufgesetzt oder zu sehr gewollt, sondern auch dank der Hilfe der Nebencharakter – Gwyneth Paltrow als Assistentin Virginia Potts und Terence Howard als Tonys Verbindung zum Militär, Jim Rhodes – mehr als logisch und elegant.
Für die Musik sorgte Ramin Djawadi, der bereits für Blade 3 und Prison Break ausgezeichnete Arbeit leistete, und auch hier wieder sein Können bewiesen hat.
Fazit:
Mir persönlich hat der Film sehr gut gefallen. Die schauspielerische Leistung aller beteiligten Personen war gut und für eine Comicverfilmung mehr als gut. John Favreau setzt gekonnt auf eine Mischung aus Charakterentwicklung, Humor und Action. Downey Jr. passt perfekt in die Rolle des leicht alkoholsüchtigen Playboys, der zwischen wirklichem Engagement und vollkommener Gleichgültigkeit pendelt. Die übrigen Rollen sind ebenfalls passend besetzt und wissen zu überzeugen.
Einziger Kritikpunkt in meinen Augen, ist die nicht gelungene Synchronisation ins Deutsche.
Wer den Trailer auf Englisch einmal gehört/gesehen hat, der wird wissen, dass viel vom Witz und Humor Tony Starks über die Stimme von Robert Downey Jr. läuft.
Insgesamt vergebe ich 5 von 5 Sternen für diesen wirklich ausgezeichneten Film.
Layer Cake
You're born, you take shit. You get out in the world, you take more shit. You climb a little higher, you take less shit. Till one day you're up in the rarefied atmosphere and you've forgotten what shit even looks like. Welcome to the layer cake son.
Nun ist es also soweit: Ich schreibe ein Review zu einem Film. Manch einer mag jetzt denken "oh Gott was kommt jetzt wieder für ein bs" aber seit beruhigt, die DVD, die ich nun vorstelle ist es Wert gesehen zu werden.
Wie man der Überschrift bereits entnehmen kann ist "L4YER CAKE" der Name des Films dem ich derzeit verfallen bin. Ich muss zugeben, dass er mir beim ersten Anschauen gut gefallen hat, aber beim zweiten Mal noch besser gefiel. Nicht unbedingt, weil man neue Dinge entdeckt, sondern eher, weil ich ihn nun so richtig genießen konnte.
Dieser Film ist ein echtes Juwel, schon jetzt ein Klassiker für mich. Er steht auf einer Stufe, wenn nicht sogar höher als Snatch und dessen Kollegen.
Leider ist dem Regieerstling von Mathew Vaughn (Produzent bei Snatch; Bube, Dame, König, Gras) keine Kinopräsenz in Deutschland beschienen gewesen (ich habe zumindest nichts davon mitbekommen).
Zur Story:
Diese ist eigentlich recht schnell erzählt und braucht dennoch den ganzen Film um sich zu entfalten.
Der Film spielt in London und konzentriert sich auf einen unbenannten Kokain-Dealer (im Abspann einfach XXXX genannt). Mit 29 Jahren hat XXXX einen respektablen Platz in der britischen Mafia eingenommen und plant nun, aus diesem Geschäft auszusteigen.
Jimmy Price, der Boss von XXXX, weiß von diesem Plan und gibt XXXX einen Auftrag: Er soll die Tochter von Jimmys altem Freund Eddie Temple finden. Es gibt verschiedene Komplikationen mit einer „primitiven“ Gruppe von Gangstern, welche Drogen im Wert von drei Millionen Pfund von einer blutrünstigen serbischen Verbrecherbande gestohlen hat. Die Serben setzen ihre besten Auftragsmörder auf XXXX an, da sie ihn für den Verantwortlichen des Raubs halten, während Eddie Temple einige unangenehme Details über Jimmy Price herausfindet. XXXX muss sein ganzes Geschick einsetzen, damit ihm der Rückzug aus diesen Verwirrungen gelingt.
Quelle: Wikipedia
Bild und Ton:
Ich beziehe mich im Folgenden auf die englische DVD.
Bildseitenformat: 2.40:1 (Anamorphic Widescreen)
Tonformat: Dolby 5.1
zum Vergleich die dt. Angaben:
Bildseitenformat: 16:9
Tonformat: Dolby, Surround Sound
Das Bild ist meistens sehr klar und deutlich. Die englische Tonspur bietet mehr Klangtiefe ist aber durch die manchmal schwer verständlichen Akzente nicht ganz einfach zu verstehen. Einige Passagen sind auch nicht gut zu verstehen, da sie von Geräuschen überlagert werden oder dumpf und leise klingen.
Der Soundtrack ist hier besonders hervorzuheben. Einige wenige Score Tracks geben Geleit bei Kamerafahrten und beim Spannungsaufbau, ansonsten gibt es eine Vielzahl guter Songs, die eingebunden sind. Ein netter Kylie Minoque "Can´t get you out of my head" / "Blue Monday" Remix ist mir ewig im Ohr hängen geblieben. Dazu gesellen sich Duran Duran, Starsailor, The Cult ("She sells Sanctuary" ist der vielleicht beste Track im gesamten Film) und Joe Cocker. Alles in Allem kann ich den Soundtrack auch alleine gut empfehlen für Leute, die gerne Musik im Umfeld des klassischen Britsounds mögen.
Kommentar:
Der Film beginnt mit einer wunderbaren Sequenz in der Daniel Craig durch ein Geschäft wandelt und alle Regale mit Kokain gefüllt sind. Gläser, Flaschen und Packungen - alles Kokain. Nach und nach flippen sie wie beim Glücksrad um und werden zu dem was sie wirklich sind.
Dies ist eine der wenigen Szenen, die besondere Effekte benutzt oder anderweitige Farbfilter einsetzt. Gerade der spärliche Einsatz solcher Effekte und die klare Kameraführung machen den Film auch optisch sehr sehenswert.
Matthew Vaughn hat auch bei der Wahl der Schauplätze ein gutes Händchen gehabt. Ein holländisches Gewächshaus am Abend, die netten und bekannten Gassen Londons, ein gut gefüllter Club oder eine schöne Parklandschaft in London - allesamt sehr schön und hervorragend mit der Kamera eingefangen. Die Bilder und Orte unterstützen wunderbar das Geschehen ohne sich zu sehr in den Vordergrund zu drängen.
Doch das Beste am Film sind ohne Zweifel die Schauspieler. Dachte ich vor Casino Royale Daniel Craig sei kein guter Schauspieler, so muss ich mittlerweile eingestehen, dass ich mich mehr und mehr zu einem Fan von ihm wandle. Craig zeigt hier warum er zum neuen Bond geworden ist und warum er wirklich zu der Riege der großen britischen Schauspieler gehört. Neben ihm brillieren Colm Meany (vielen sicherlich aus Star Trek bekannt), Michael Gambon und George Harris. Sienna Miller gibt dem Ganzen noch eine Prise "sexy Etwas" hinzu aber ohne wirklich gut zu sein.
Fazit:
When I was born, the world was a far simpler place. It was all just cops and robbers.
Dies ist die erste Zeile des Films und die vielleicht beste Umschreibung die es dazu gibt.
Ist man anfangs noch geneigt den Film irgendwo zwischen Snatch und Goodfellas einzuordnen, muss man mit jeder Minute, die der Film läuft seine Meinung dazu ändern. Eine gute Geschichte, die getragen von sehr guten Schauspielern und guten, interessanten Charakteren besser und besser wird. Ist es am Anfang noch eine simple Story um Geld und Drogen wird es zum Ende hin eine Selbstfindung und Standortbestimmung von XXX. Layer Cake ist ein Film der mich unheimlich fasziniert hat und den ich mir heute noch stundenlang anschauen kann. Jedem der Snatch gut fand, sich aber vorstellen kann dass man auch mehr Gehalt in so eine Story bringen könnte - ANSCHAUEN!
Deswegen vergebe ich auch volle 5 von 5 Sternen für diese Perle des britischen Gangsterfilms.







